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10 Fehler, die Brautpaare bei der Hochzeitsplanung machen – und wie ihr sie vermeidet

  • Julien Schilke
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Es gibt Dinge, die gehören einfach zu einer Hochzeit: ein bisschen Aufregung, ganz viel Vorfreude – und mindestens einen Moment, in dem ihr euch anschaut und denkt: „Wie sollen wir das alles nur schaffen?“


Herzlich willkommen in der wunderbaren Welt der Hochzeitsplanung.


Zwischen Inspirationsflut, Gästelisten, Budgetfragen und tausend kleinen Entscheidungen kann man sich schnell verlieren. Das passiert nicht, weil man etwas falsch macht – sondern weil man plötzlich sehr viel gleichzeitig entscheidet. Genau deshalb möchten wir euch ein paar typische Stolperfallen zeigen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem Augenzwinkern und ganz viel Erfahrung aus echten Hochzeiten.



1. „Wir haben doch noch Zeit … oder?“


Der wohl häufigste Satz zu Beginn jeder Planung. Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem man merkt: Die Traumlocation ist schon weg, der Lieblingsfotograf ebenfalls – und plötzlich fühlt sich alles gehetzt an.


Je früher ihr die großen Eckpfeiler festlegt, desto entspannter wird der Rest. Sobald Ort, grober Stil und die wichtigsten Dienstleister stehen, entsteht automatisch Ruhe im Kopf. Alles andere fügt sich danach viel leichter zusammen.


2. Das liebe Budget – kleiner Posten, große Wirkung


Hier ein Upgrade, dort noch ein hübsches Detail – und auf einmal fragt ihr euch, wo eigentlich das ganze Geld geblieben ist. Viele kleine Beträge wirken harmlos, summieren sich aber schneller, als man denkt.


Ein realistischer Überblick hilft enorm. Plant lieber ein kleines Polster ein und haltet eure Ausgaben fest. Das gibt Sicherheit – und verhindert unnötige Bauchschmerzen kurz vor dem großen Tag.


3. Zu viele Meinungen, zu wenig Bauchgefühl


„Meine Mama findet …“

„Die Freundin meint …“

„Der Onkel hat auch noch eine Idee …“


Gut gemeinte Ratschläge kommen meist von Herzen – können aber ganz schön verwirren. Am Ende ist es eure Feier, eure Stimmung, eure Geschichte. Ihr dürft entscheiden, was sich für euch richtig anfühlt.


Manchmal hilft es, bewusst weniger Stimmen reinzulassen und euch selbst wieder zuzuhören. Vertrauen in das eigene Gefühl ist ein wunderbarer Kompass.


4. DIY – romantisch in der Vorstellung, stressig in der Realität


Selbstgemachte Deko kann unglaublich schön sein. Bis man nachts um halb zwei noch Schleifen bindet und sich fragt, warum man das eigentlich angefangen hat.


Überlegt euch ehrlich, was euch wirklich Freude macht – und wo ihr euch lieber entlastet. Nicht alles muss selbst gebastelt sein, um persönlich zu wirken. Manchmal ist es entspannter, schöne Dinge zu leihen und sich die Energie für wichtigere Momente aufzusparen.


5. Wenn der Himmel andere Pläne hat


Eine Trauung unter freiem Himmel ist traumhaft – solange das Wetter mitspielt. Und wenn nicht? Dann sollte zumindest ein guter Plan B bereitstehen.


Überdachungen, flexible Räume oder kleine Anpassungen im Ablauf können im Ernstfall den Unterschied machen zwischen Stress und Gelassenheit. Vorbereitung fühlt sich manchmal übervorsichtig an – zahlt sich aber immer aus.


6. Ein Zeitplan ohne Luft zum Atmen


Wenn der Tagesablauf so eng gestrickt ist, dass schon fünf Minuten Verzögerung alles kippen, entsteht unnötiger Druck. Und ganz ehrlich: Irgendetwas verschiebt sich fast immer.


Pufferzeiten sind kein Zeichen von schlechter Planung – sie sind das Geheimnis entspannter Feiern. Gebt euch Raum für Gespräche, spontane Momente und kleine Pausen.


7. „Sieht toll aus auf Instagram“ reicht nicht


Fotos können begeistern – aber sie erzählen nicht, wie sich die Zusammenarbeit anfühlt. Gerade bei Menschen, die euch den ganzen Tag begleiten, ist Sympathie mindestens genauso wichtig wie Stil.


Ein persönliches Gespräch hilft, ein Gefühl füreinander zu entwickeln. Wenn ihr euch wohlfühlt, wird vieles automatisch leichter.


8. Wer macht eigentlich was – und wann?


Am Hochzeitstag sollte niemand hektisch herumtelefonieren oder Aufgaben verteilen müssen. Wenn unklar ist, wer sich um Lieferungen, Gäste oder Abläufe kümmert, landet die Verantwortung schnell beim Brautpaar.


Klare Zuständigkeiten oder eine feste Koordination sorgen dafür, dass ihr euren Tag wirklich genießen könnt – ohne ständig auf die Uhr zu schauen.


9. Schöne Einzelteile sind noch kein Gesamtbild


Einzelne Deko-Elemente können toll aussehen – aber erst ein stimmiges Konzept macht daraus eine Atmosphäre. Farben, Materialien und Stil sollten miteinander harmonieren, damit sich alles wie aus einem Guss anfühlt.


Ein roter Faden bringt Ruhe ins Gesamtbild – und sorgt dafür, dass eure Feier auch auf Fotos ihre Wirkung entfaltet.


10. Alles selbst stemmen – und dabei vergessen, zu genießen


Viele Paare wollen alles alleine schaffen. Das ist bewundernswert – aber oft auch unnötig anstrengend. Am Hochzeitstag solltet ihr nicht organisieren, sondern erleben, lachen, fühlen und feiern.


Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht, Kontrolle abzugeben – sondern Raum für echte Momente zu schaffen.


Fazit


Eine Hochzeit muss nicht perfekt sein. Aber sie darf sich leicht, stimmig und voller schöner Erinnerungen anfühlen. Wenn ihr euch unterwegs ein bisschen Unterstützung gönnt, bleibt mehr Platz für das, worum es eigentlich geht: eure gemeinsame Zeit, eure Gäste und diesen einen besonderen Tag, der euch noch lange begleiten wird.

 
 
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